2.500. Teilnehmer bei D1-Prüfung kam aus Rhön-Grabfeld

Stellvertretender Landrat Helmut Will lobt großes Engagement

Mellrichstadt (hf). Das große Engagement der jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer am D1-/D 2 Kurs in Mellrichstadt stellte stellvertretender Landrat Helmut Will ebenso heraus, wie den Dank an die Ausbilder. Will war zur Übergabe der Prüfungszeugnisse gekommen und zeigte sich überrascht, über die hervorragende Leistung. Er überbrachte auch die Glückwünsche von Landrat Thomas Habermann und freute sich, daß sich die Jugend im Landkreis Rhön-Grabfeld musikalisch so einsetzt. Dank galt aber auch den Eltern, die dies mittragen. Will ging auf die jüngste Bezirksversammlung des Nordbayerischen Musikbundes in Geldersheim ein (wir berichteten) und meinte, daß hier die große Zahl der Musiker aus Rhön-Grabfeld bekannt wurde. Das sei höchst erfreulich und lobenswert.

Glückwünsche hatte er für Helmut May, dem Kreisvorsitzenden des NBMB parat, der dort mit einem goldenen Orden ausgezeichnet wurde. Auch sein Verdienst sei es, daß der Landkreis Rhön-Grabfeld ein solch musikalisch hohes Niveau habe. Letztendlich würden von solchen Angeboten wie die Kurse für D1/D2 Prüfungen auch die Kapellen draußen profitieren. "Glückwunsch an Euch alle und macht weiter so, damit es auch weiterhin im Landkreis Rhön-Grabfeld gut klingt," sagte Will. Friedhelm Landgraf, stellvertretender Vorsitzender des NBMB Rhön-Grabfeld dankte seinerseits dem Landkreis für die finanzielle Unterstützung der Musikschule Bad Königshofen, ohne die diese Ergebnisse wohl nicht in dieser großen Anzahl möglich wäre. Dank sagte er auch für die Räumlichkeiten im Gymnasium Mellrichstadt.

Zuvor hatte Landgraf, der für die Prüfungen im Kreisverband zuständig ist, erwähnt, daß vor mehr als 20 Jahren das Jungmusikerleistungsabzeichen eingeführt wurde. Bei diesem Kurs sei nun einer der Jugendlichen der 2.500. Teilnehmer. Sein Dank galt aber auch den Dozenten Janine Dillenkofer, Bad Königshofen im Fach Querflöte, Norbert Glock, Unterwaldbehrungen (Trompete), Jürgen Weyer, Brendlorenzen (Trompete und Flügelhorn), Ilona Zirkelbach, Schönau (Klarinette und Saxophon), Tanja Domes, Bad Neustadt (Klarinette), Frank Stäblein, Nordheim (Schlagzeug), Pius Ziegler, Merkershausen (Posaune, Tenorhorn, Waldhorn und Tuba und Birgit Döhler, Münnerstadt (Saxophon). Die 94 gemeldeten Teilnehmer kamen aus 28 Vereinen.. Evamarie Stumpf aus Fladungen war mit neun Jahren die jüngste Teilnehmerin, der älteste war 30 Jahre jung. 52 weibliche und 42 männliche Musikanten beteiligten sich.

13 Mal wurde das Fach Querflöte, zwei Mal Flügelhorn, sieben Mal Tenorhorn, 20 Mal Klarinette, einmal Waldhorn, zehn Mal Schlagzeug, 22 Mal Trompete, 14 Mal Saxophon, zweimal Posaune und dreimal die Tuba gewählt. 17 Teilnehmer der D-1-Prüfung schnitten mit sehr gutem und 40 mit gutem Ergebnis ab. Johannes Link vom Musikverein Rödles erreichten auf der Posaune die Note 1,0, Julia Schmidt vom Musikverein Sandberg, in der Klarinette die Note 1,11. Die D2-Prüfung legten sechs Teilnehmer mit sehr guten Ergebnis und 20 mit gutem Ergebnis ab. Herausgestellt wurden auch hier die Besten und zwar Franziska Wehner vom Musikverein Sandberg, die mit dem Saxophon die Note 1,00 errang, Daniel Lorz vom Musikverein Ostheim/Rhön erreichte mit dem Saxophon die Note 1,11 und Theresa Wirsing vom Musikverein Hohenroth bekam für ihr Spiel auf dem Waldhorn die Note 1,26.

Zur Übergabe der Urkunden hatten sich nicht nur die Prüflinge und ihre Eltern eingefunden sondern auch NBMB-Kreisvorsitzender Helmut May (Oberelsbach), ebenso Bezirksdirigent Jürgen Weyer (Brendlorenzen), stellvertretender Landrat Helmut Will, Kreiskulturreferent Hanns Friedrich, sowie verschiedene Dozenten und Thorsten Griebel, Vorsitzender der Bläserjugend Rhön-Grabfeld. Sie alle hieß Friedhelm Landgraf ganz herzlich willkommen, dankte vor allem den Dozenten für ihre Mitarbeit. Ein Dank galt auch wieder dem Hausmeister der Schule. Die Mellrichstädter Schule sei für den Kurs sehr gut geeignet. Durch die verschiedenen Räumlichkeiten störe kein Musikinstrument das andere. So finde man die Pauken und Trommeln im Keller, die Posaunen und Trompetern im Erdgeschoss und ganz oben die leisen Instrumente wie zum Beispiel Querflöte oder die Holzinstrumente. Landgraf erinnerte daran, daß seit Herbst 1998 einheitlich in ganz Bayern nach der neuen Prüfungsverordnung gelehrt werde, zuvor es eine alte Prüfungsordnung gab. Dies geschehe in drei Stufen, D1, D2 und D3.

In diesem Zeitraum legten in Bayern mehr als 10.000 Musikerinnen und Musiker die Prüfung ab. Im Nordbayerischen Musikbund, Kreisverband Rhön-Grabfeld, waren es bisher rund 2.500. Das sind immerhin 25 Prozent auf bayerischer Ebene. Damit habe der Landkreis nach wie vor ein Spitzenergebnis zu verzeichnen. An den vergangenen Wochenenden ging es in der Theorie um die Noten im Schlüssel des eigenen Instruments, um die Feinbestimmung der Intervalle und auch um die Musikgeschichte, wobei hier die Epochen im Überblick gefragt waren. Hinzu kam die Gehörbildung und die Praxis. Auswendig vorzutragen waren da zum Beispiel die 7-Dur-Tonleitern und die dazugehörigen Tonikadreiklänge, sowie die chromatische Tonleiter. Zu spielen war dann ein Pflichtstück der Stufe 1und ein vom Prüfling selbstgewähltes Stück aus der Literatur des jeweiligen Instruments oder aus einer Instrumentalschule im Schwierigkeitsgrad des Pflichtstückes. Abschließend dankte auch Kreisvorsitzender, Helmut May allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, vor allem auch den Dozenten. Sein besonderer Dank galt aber Prüfungsleiter Friedhelm Landgraf, der alles wieder hervorragend vorbereitet und organisiert hatte.