Mainpost, 18.11.2004

Finale in Berlin ist die Krönung

WALDBERG (BAB) In seiner knapp 30-jährigen Musikanten-Tätigkeit hat Markus Arnold schon viele Auftritte hinter sich gebracht und zahlreiche Prüfungshürden genommen. Wenn er im Finale im Yamaha-Trumpet-Contest vom 19. bis 21. November im Hotel Steigenberger in Berlin vor einer hochkarätigen Fachjury auf der Bühne steht, ist das der Höhepunkt seiner bisherigen Laufbahn.

Der 34-Jährige hat Musik im Blut. Vater Eduard, der lange Jahre Vorsitzender der Waldberger Rhönmusikanten war, ist ebenfalls ein leidenschaftlicher Trompeten-Spieler. Beim Vater nahm Markus als Sechsjähriger 1976 auch seinen ersten Trompeten-Unterricht. Von 1980 bis 1986 absolvierte er eine Ausbildung beim Jugendmusikcorps Bad Kissingen. 1984 erreichte er das Jungmusiker-Leistungsabzeichen in Bronze bei Professor Adam Zeyer. Seit 1986 spielt er bei der Waldberger Musikkapelle, seit 1989 gehört er auch zu den Aktiven der Sandberger Musikanten.

Ab 1994 spielte er im Jugendsinfonieorchester Unterfranken; 1995 absolvierte er die Ausbilderprüfung im Fach Trompete C2 mit der Note 1,0. 1995 wurde er Mitglied im Nordbayerischen Jugendblasorchester unter Leitung von Ernst Oestreicher. Seit 1996 spielt er in der Big Band des Landkreises Rhön-Grabfeld. 1997 legte er das Leistungsabzeichen in Silber für Tenorhorn erfolgreich ab und absolvierte einen Registerführer-Lehrgang mit der Note 1,0.

Darüber hinaus bildete er sich in zahlreichen Workshops weiter, unter anderem bei Dusko Gojkovic. Nun heißt es Daumen drücken für Markus, wenn beim Finalwochenende des "Yamaha Trumpet Contest 2004" am 20. November im Hotel Steigenberger in Berlin die besten zehn Teilnehmer aus den Vorentscheiden um den Titel "Bester Trompeter Europas" spielen.

Zur Jury gehört auch Till Brönner, einer der derzeit bekanntesten Jazztrompeter. Am Abend findet ein öffentliches Gala-Konzert statt, bei dem die Sieger der beiden Kategorien Klassik und Jazz/Pop gemeinsam mit Profis auftreten. Als Preise winken ein Personal-Coaching bei einem Star der Final-Jury und jeweils eine Xeno-Trompete. Außerdem wird ein Sonderpreis für die beeindruckendste Aufführung vergeben. Für ihn persönlich gehe es "primär gar nicht um die Preise", stellt Markus Arnold fest. Es sei allein schon ein grandioses Erlebnis, vor einer hochkarätig besetzten Jury vorspielen zu können.

Wer als "Europas bester Trompeter" abschneide, sei Repräsentant von Yamaha und könne auf internationaler Ebene mit Fachleuten der Musikszene in Kontakt kommen, an weiteren Wettbewerben teilnehmen und sich im Personalcoaching bei einem Jurymitglied weiterbilden.